Fotos: Volker Berg & Wolfgang Kahlke
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Radtour 2013 von Köln nach Berlin: Tag 6 - 13. Mai 2013
Der sechste Tag führte uns von Plaue nach Berlin.
Nach dem Frühstück und den üblichen Wartungsarbeiten fuhren wir im strahlenden Sonnenschein los. Von Plaue, das ein Vorort der Stadt Brandenburg ist, war es nicht weit bis zur Brandenburger Innenstadt. Diese erwies sich als sehr malerisch, auch bedingt durch die Havel, die den Ort durchfließt. Leider gab es hier den einzigen Defekt. Ein stabiler Draht wickelte sich ins Ritzel Paket und zerstörte eine Speiche am Hinterrad. Nach kurzer vereinter Reparatur konnten wir die Fahrt, nun etwas vorsichtiger, fast ohne Einschränkungen fortsetzen.
Wieder waren wir auf der B1 unterwegs, allerdings nun durchgehend auf guten Radwegen. Nachdem wir Groß Kreutz passiert hatten erreichten wir bald Werder an der Havel. Dies ist ein bekannter regionaler Obst Ort mit vielen Seen im Umfeld. Generell ist die Gegend von vielen Kanälen durchflossen, von denen wir einige überquerten. Hinter Werder fuhren wir dann auf kleinen Straßen und Wegen direkt am Schwielowsee entlang (bekannt von einem G8-Treffen). Kurz danach folgt schon der Templiner See. Wieder auf der B1 ging es mitten hinein nach Potsdam der Landeshauptstadt von Brandenburg. Auf einem Restaurantboot auf dem Tiefen See, gegenüber von Schloss Babelsberg, genehmigten wir uns einen sehr schmackhaften Käsekuchen auf dem Oberdeck. Dies war die Vorbereitung auf den letzten Teil der Fahrt.
Richtung Berlin trafen wir nun auf historische Orte. Die Strecke führte uns über die Glienicker Brücke (s. links oben). Diese ist aus alten Filmen bekannt, wo gerne Agenten zwischen Ost und West getauscht wurden. Im ehemaligen Westberlin angekommen, ging es nun über einen größeren Hügel zum großen Wannsee. In der Nähe des Strandbads Wannsee bogen wir auf eine reine Fahrradstraße, die parallel zur alten AVUS Rennstrecke und jetzigen BAB115 im Wald schnurgerade ca. 9km in Richtung Funkturm Berlin führt. Beim Zehlendorfer Bahnhof besuchten wir eine beklemmende Gedenkstätte zum Thema Judendeportationen in der Nazi-Zeit. Am Halensee vorbei und mitten durch Charlottenburg fuhren wir zum gleichnamigen Schloss an der Spree. Auf einem sehr
schönen Radweg entlang der Spree ging es bis zum Charlottenburger Tor und danach durch den Tiergarten bis zum Brandenburger Tor (s. links unten).
Wir hatten unser Ziel mitten in Berlin erreicht, der Rest war nur noch lockeres Pedalieren zur Unterkunft in Berlin-Tempelhof. Nach dem relativ menschenleeren Jerichower Land stellte sich Berlin als der totale Gegensatz dar. Die Stadt war voller Menschen und bot ein unglaubliches Angebot an Unterhaltung und Sehenswürdigkeiten, das wir dann in den nächsten Tagen intensiv genutzt haben.
Karte mit Streckenverlauf - Höhenprofil - Technische Daten - FLICKR Slideshow
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