Wolfgang Kahlkes Reiseberichte





Fotos: Wolfgang Kahlke (Download mit Linksclick)

Radtour 2017 - Romantische Straße Tag 2 - Pfronten-Schongau

Der zweite Tag der Radtour sollte uns sehr beständiges Wetter bringen! Es regnete schon morgens beim Frühstück und hörte auch im Laufe des Tages nicht mehr auf. Der Gedanke noch einen Tag länger in Pfronten zu bleiben, wurde schnell verworfen. Wir packten nach dem Frühstück unsere Satteltaschen, zogen das Regenzeug über und begaben uns zögerlich auf die Strecke. Für den Weg nach Füssen wählten wir die einfache Route durch Österreich bis um Lechtal. Hier trafen wir auf den österreichischen Teil der romantischen Straße und folgten dieser nach Deutschland hinein. Kurz vor Füssen stoppten wir bei der ersten Sehenswürdigkeit des Tages, dem Lechfall bei Füssen. Der Fall über mehrere Kaskaden ist mittlerweile künstlich gesichert, aber die folgende naturbelassene Schlucht ist sehenswert. Danach kratzten wir Füssen leicht an und waren nach kurzer Fahrt schon im Bereich Schwangau an den Königsschlössern. Wegen des schlechten Wetters hielten wir nur kurz und entfernten uns nun zusehends von den Alpen.

Für einige Kilometer lief nun der Radweg romantische Straße parallel zum Bodensee-Königssee-Radweg. Wir passierten den Bannwaldsee auf der Südseite und tauchten bald in eine sehr ländliche Landschaft ein. Über schmale Straßen und Wirtschaftswege erreichten wir zur Mittagszeit die Wieskirche. Einen kurzen Stopp und Blick in die sehenswerte Rokokokirche gönnten wir uns immerhin. Die nächste nennenswerte Ortschaft war das bäuerliche Wildsteig. Hier fanden wir die Metzgerei gerade noch geöffnet. Eine Leberkäsesemmel in der warmen trockenen Stube stellte eine angenehme Unterbrechung unserer Fahrt im Dauerregen dar. Die Lust auf eine lange Etappe an diesem Tag hielt sich in Grenzen, also beschlossen wir nach einem Blick auf die Karte, eine Unterkunft im nahen Schongau zu suchen.

Nach einer zügiger Fahrt den Berg hinab erreichten wir bald die B23, welche direkt nach Schongau führt. Auf den nun folgenden Kilometern folgten wir nicht immer der Originalroute, um matschige Wirtschaftswege zu vermeiden. Bei Peiting führte uns die Strecke wieder hinab ins Lechtal und auch über die Stadtgrenze von Schongau. Der steile Radweg hinauf zur Stadtmauer konnte an diesem Tag wegen einer gut gesicherten Baustelle von uns nicht passiert werden. Wir rollten also mit dem Autoverkehr über die historischen Pflasterstraßen bis zum Rathaus mit der Fremdenverkehrsinformation. Zum unserem Glück waren in einem der zwei Hotels noch vier Einzelzimmer frei und wir konnten in der "Alten Post" nach 67 Tageskilometern Quartier beziehen. Es war ja noch recht früh am Tag, deshalb gönnte ich mir im Cafe des Hotels eine sehr leckeres Stück Kuchen und lieh mir einen großen Schirm für einen Rundgang durch die Altstadt. Es lohnte sich die fast vollständige erhaltene Stadtmauer zu umkreisen, da sich beeindruckende Ausblicke ergaben. Ein Teil dieser Stadtmauer lässt sich auch begehen. Der ehemalige Wehrgang erinnert einen an die notwendige Wehrhaftigkeit der Städte im Mittelalter, beim Blick durch die engen Schießscharten. Am Abend hatten wir noch eine gute Zeit in der Hotelgaststätte, beim Essen und Trinken und im Gespräch mit der freundlichen Bedienung.

Leistungsdaten
Karte mit Streckenverlauf
Grafik mit dem Höhenprofil
Grafik mit dem Geschwindigkeitsprofil
FLICKR Fotoalbum

Touren-Übersicht
Tag 1 (Sindorf - Pfronten)
Tag 2 (Pfronten - Schongau)
Tag 3 (Schongau - Holzen)
Tag 4 (Holzen - Dinkelsbühl)
Tag 5 (Dinkelsbühl - Tauberrettersheim)
Tag 6 (Tauberrettersheim - Veitshöchheim)
Tag 7 (Veitshöchheim - Kerpen)


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