Wolfgang Kahlkes Reiseberichte











Fotos: Wolfgang Kahlke

Tagesklassiker 2023: Rund um die Rur-Talsperre (132 km / 2000 Hm)

Eine Rennrad-Tour um die Rur-Talsperre ab Kerpen gehört für mich schon seit einigen Jahren zum festen Jahres-Programm. Allerdings traue ich mir das auch erst zu, wenn ich schon ausreichend Kilometer und Höhenmeter in den Beinen habe. In diesem Jahr waren es schon etwa 1700 Kilometer und ich plante die Tour an einem Montag. Im Jahre zuvor war ich an Vatertag unterwegs, was sich als ganz schlechte Idee herausstellte, dann Unmengen Motorräder und sonstige Ausflügler zeigten sich auf den schönen Straßen um die Rur-Talsperre, selbst da wo Motorräder nicht fahren dürfen. Holger, Theo und Wilfried schlossen sich mir an. Wir hatten tolles Wetter und rollten, wie immer sehr kommunikativ, zur Pause am höchsten Punkt der Badewaldstraße, wo auch das Photo links entstand. Die Gruppe blieb zusammen bis hinter der Abtei Mariawald. Holger und Theo fuhren ab hier über die Staumauer zurück nach Kerpen. Für den Wilfried und mich ging es nun erst richtig los.

Kurz nachdem wir uns getrennt hatten folgt die sehr schnelle Abfahrt auf der breiten Bundesstraße 265 nach Gemünd. Hier ist man ruckzuck durch den Ort und dann geht es sofort auf den 4 km langen, anspruchsvollen Anstieg nach Herhahn, der einige Abschnitte über 10 % bereit hält. Für den Wilfried war der Anstieg neu, das ist meist schwerer weil man noch nicht weiß, was da noch so kommt. Er kam natürlich klaglos hoch bis zum höchsten Punkt des Tages auf 588 Höhenmetern. Wir rollten etwas auf dem Seitenstreifen der B266 über die Höhe mit Blick auf den Ginster und die Burg Vogelsang. Ab dem Kreisverkehr beginnt eine der schönsten Abfahrten der Nordeifel, hinab nach Einruhr.

Normalerweise kann man diese Abfahrt von oben bis unten voll fahren, ohne einmal die Bremse zu betätigen. Leider war uns der Genuss einer durchgehenden Abfahrt diesmal nicht vergönnt, wir mussten diesmal leider eine längere Pause an einer Baustellenampel einlegen. In Einruhr führte eine Brücke über den Obersee, ab der man auf einem guten Radweg neben der Bundesstraße fahren kann. Nach einem kurzen Anstieg folgten wir der L 128 mit leichtem auf und ab bis Rurberg. Diesmal hatte ich eine Strecke durch Rurberg am See entlang geplant, die sehr schöne Blick auf den See bot. Kurz darauf erreichten wir schon Woffelsbach, wo eine längere Einkehr bei Holgers Schwester angesagt war. Links sieht man den schönen Blick von der Terrasse über Woffelsbach auf den Rursee. Hier stärkten wir uns mit Kaffee und Kuchen für die verbleibenden Herausforderungen.

Schön gleichmäßig strampelten wir die 6 km lange Steigung nach Streckenborn hinauf, nicht besonders steil aber kontinuierlich bergauf. Ab Streckenborn ist man wieder auf der Höhe der Eifel und ein guter Radweg neben der Landstraße 246 führt bis Schmitt an Milchvieh und Windrädern vorbei. Dort beginnt die zuerst sehr schnelle und dann sehr kurvenreiche, rasante Abfahrt nach Brück. Theoretisch bestand hier die Möglichkeit abzukürzen, aber wir schauten uns in die Augen und nahmen das volle Programm mit, also den Anstieg von Zerkall bis Bergstein. Wir hatten etwa 90 km in den Beinen als wir die folgenden 4 km mit mehr als 200 Hm absolvierten. Es war ein sehr schön warmer Frühlingstag, da kam die folgende und schnellste Abfahrt in weitem Umkreis gerade recht. Die Rede ist natürlich von der schmalen Straße, die durch den Wald von Brandenberg nach Obermaubach führt, welche man immer hochkonzentriert fahren sollte. In Obermaubach warfen wir noch einen kurzen Blick auf den See (s. unten links).

Ab hier absolvierten wir nur noch zum Ausrollen die bekannte Strecke über Kreuzau aus dem Rurtal heraus nach Stockheim. Über Jakobwüllesheim und Golzheim erreichten wir Kerpen nach 6 Stunden und 15 Minuten Nettofahrzeit. Es gab keine Zwischenfälle unterwegs, wir waren ordentlich müde aber hatten den Belastungstest sehr gut bestanden.

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(Übersicht)
(Um die Rur-Talsperre)
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(Dreiländereck)
(Klingenring)
(100 Meilen)

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