Fotos: Wolfgang Kahlke
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Tagesklassiker 2023: 100 Meilen Börde-Tour (166 km / 1100 Hm)
Die hier beschriebene Rennrad-Tour fand am Montag 4. September 2023 statt. Der Wilfried hatte im Vorfeld den Wunsch nach einer längeren Tour von etwa 170 Kilometern ohne allzu viele Höhenmeter geäußert. Der Sommer neigte sich so langsam dem Ende zu und wir hatten für dieses Jahr auch schon unseren Form-Höhepunkt überschritten. Es war gutes Wetter und so bastelte ich eine lange Runde durch die Zülpicher Börde und die Tagebaubaugebiete zusammen. Der Holger und der Wilfried aus Gymnich schlossen sich uns auch an, wollten aber nicht die komplette Runde fahren. Am Ende konnten alle Wünsche an diesen Radtag befriedigt werden. Wie man leicht erkennen kann, fehlt der erste langweilige Abschnitt von Kerpen bis Lechenich in der Komoot Aufzeichnung. Hier musste ich die Navigation nach dem Einrollen noch mal neu starten.
Wir vier fuhren zuerst am Fuß der Ville, dem Verlauf der Swist folgend, bis Metternich. Hier bogen wir nach links ab und folgten der wenig befahrenen Römerstraße bis nach Müggenhausen. In dem Jahr war die Hauptstraße des Ortes leider eine Baustelle, die wir glücklicherweise improvisiert umfahren konnten. Dabei entdeckten wir das Kamel von Müggenhausen auf einer Weide mit einem Pony (s. links oben). Kamele trifft man in der Zülpicher Börde üblicherweise recht selten. Es blieb für uns weiterhin sehr ländlich, da wir Euskirchen in einem größeren Bogen umfuhren und wir kamen durch Orte wie Ollheim, Essig und Kleinbüllesheim, wo wir das Gruppenfoto in der Nähe des Schlosses aufnahmen. Weiter ging es durch Kessenich auf Elsig zu, wo das Foto vor der toten Brücke entstand. Hier hatte BAP 2001 live das Album "aff un zo" vorgestellt und das Cover mit einem ähnlichen Foto versehen, nur ohne Radfahrer.
Über Ülpenich und am Sportsee vorbei erreichten wird Zülpich und hielten uns dann an der B56 bis kurz vor Düren. Auf Seitenstreifen und Radwegen war das sehr gut zu fahren. An der B264 bogen wir nach Merzenich, welches wir durchquerten. Kurz danach bogen Holger und der Gymnicher Wilfried in Richtung Kerpen ab, während der Kerpener Wilfried und ich bald Jülich Zentrum über Stetternich und die Via Belgica erreichten. Hier hatten wir schon knapp 90 Kilometer hinter uns und legten eine Pause in einer Bäckerei ein, in der Nähe der Zitadelle. Wir fühlten uns gut gestärkt und die Trinkflaschen waren auch wieder voll. Es konnte auf der linken Rurseite weiter in Richtung Norden gehen. Über Koslar und Merzenhausen kamen wir auf die L228, welche direkt auf Linnich zuläuft. Auch hier fuhren wir oberhalb des Rurtals durch die intensiv betriebene Landwirtschaft. In Linnich war, wie auch in Jülich die Haupt-Rurbrücke nach Schäden durch das Julihochwasser 2021, immer noch gesperrt. Zu unserem Glück gab es etwas weiter nördlich nach eine zweite Brücke für die B56, die wir nutzen konnten.
Knapp über 100 Kilometer hatten wir schon geschafft, an diesem heißen Sommertag. Egal wo man aus dem Rurtal hochfährt, es geht spürbar hoch. Für den Weg in Richtung Titz wählten wir die kleine Kreisstraße über Glimbach und Kofferen, die sehr schön zu fahren war. Nach Titz war Jackerath unser nächstes Zwischenziel, weil ich dem Wilfried gern den Skywalk des Tagebau Garzweiler zeigen wollte. Auf dem unteren Bild kann man die gepflegte Anlage gut erkennen, von der aus man wirklich den kompletten Tagebau überblicken kann. Wir verweilten nicht zu lange, da sich so langsam die Muskeln meldeten. Die letzten 45 Kilometer mussten noch abgespult werden. Für diesen Tag hatte ich nicht Standardvariante am Tagebau Hambach entlang geplant, sondern eine Strecke über Bedburg, Paffendorf und Zieverich. Das war auch mal interessant, aber letztlich zu verkehrsreich, also nicht unbedingt empfehlenswert. Die Strecke ab Thorr über Heppendorf war dann wieder sehr gut zu fahren und so hatten wir mit müden Beinen noch ein ganz gutes Ende des Tages.
Aus der Radsaison des Jahres war dann auch so langsam die Luft heraus. Die Strecken wurden danach, durch den jährlichen Wetterverlauf kürzer, bis die Saison zu Ende war. Für mich persönlich wurde es mit über 6500 Kilometer das stärkste Radjahr, obwohl es für mich keine richtige "Radwoche" gab. Die Kilometer hatten sich durch viele schöne Einzeltouren zusammen geläppert, von denen ich hier einige beschrieben habe.
Bildergalerie aller Touren
(Übersicht)
(Um die Rur-Talsperre)
(Ville und Siebengebirge)
(Feldberg im Taunus)
(Dreiländereck)
(Klingenring)
(100 Meilen)
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